• Hüftgelenksdysplasie (HD)
  • Patella Luxation (Kniescheibenausrenkung)
  • L2HGA (L-2-Hydoxyglutaric aciduria)
  • Hereditary Catarct (HC, Erblicher Katarakt)
  • Wasserrute
  • Allergien
  • Giftpflanzen
  • Notfälle
  • Reisekrankheiten
  • Hüftgelenksdysplasie (HD)

    Dysplasie = Fehlentwicklung, Unterentwicklung des Skeletts, durch welche der Bewegungsapparat eingeschränkt wird. Die Gelenkspfanne und der Oberschenkelknochen passen nicht korrekt aufeinander. Die aus dieser Fehlbildung entstandenen Knorpelablagerungen (Artrose) verursachen in fortgeschrittenem Stadium Schmerzen. Die HD ist eine der häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates bei mittelgrossen bis grossen Hunden.
    Massgebend für die Entwicklung der HD sind 2 Faktoren.
    Einerseits ist HD eine genetisch bedingte (vererbte Krankheit) und andererseits Haltungsbedingt (Bewegungsintensität und Nahrung).
    Das heisst uebermässige, körperliche Aktivitäten des jungen Hundes (Sprünge und Spiele, durch welche ständige Schläge auf die Gelenke ausgeübt werden oder gehen auf hartem Untergrund (Asphalt) sollten vermieden werden. Und es ist auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung zu achten. Keine zu schnelle Gewichtszunahme (zuviel Kalzium, Protein, Energie) in den ersten 10 Monaten des Wachstums.


    Patella Luxation (Kniescheibenausrenkung)
    Die Kniescheibenluxation tritt vorwiegend bei kleinen Hunderassen im ersten Lebensjahr auf. Typisch ist der hüpfende Gang mit zeitweiser normaler Belastung aller Beine und zeitweise völliger Entlastung des Hinterbeines. Dabei ist die Kniescheibe nicht mehr in der Führungsrinne im unteren Teil des Oberschenkels, sondern liegt seitlich ausserhalb davon. Dabei reisst die Gelenkkapsel ein und der Streckmechanismus des Gelenks wird gestört. Die Hunde haben Schmerzen.
    Es gibt mehrere Grade der Patella Luxation, je nach Schwere ihrer Ausprägung.
    • Grad 0: keine Luxation
    • Grad 1: Die Kniescheibe kann nur mit manueller Hilfe luxiert werden, in der Bewegung des Hundes bleibt sie an ihrem Platz.
    • Grad 2: Die Kniescheibe luxiert gelegentlich wenn der Hund läuft oder rennt.
    • Grad 3: Die Kniescheibe luxiert häufig…….


    L2HGA (L-2-hydroxyglutaric aciduria)
    Bei L-2-HGA (L-2-hydroxyglutaric aciduria) handelt es sich um eine neurometabolische Erbkrankheit beim Staffordshire Bullterrier. Vereinfacht gesagt kommt es zur Ablagerung von Säuren im Körper, welche sich besonders im Urin, Blutplasma und Gehirnflüssigkeit konzentrieren. Daraus folgen schwere zentralnervöse Störungen. Betroffene Tiere erkranken meistens im Alter von 6-12 Monaten, manchmal später. Sie zeigen epileptiforme Anfälle, schwankenden Gang, Zittern, Muskelsteifheit nach Belastung oder Aufregung und Verhaltensänderung.
    Die Erkrankung wird autosomal rezessiv vererbt, die Mutation liegt auf einem Gen. Männliche und weibliche Tiere sind gleich betroffen. Da jeder Hund zwei DNA-Stränge besitzt, erkrankt er nur für den Fall, dass beide betroffen sind (Homozygot). Ist nur ein DNA-Strang verändert, brechen keine Symptome aus, aber der Defekt wird weiter vererbt. Damit ein Hund erkrankt, müssen also beide Eltern die Mutation tragen.
    Nach derzeitigem Stand sind ca. 15% der STBT Träger dieser Erbkrankheit. Früher nahm man an, nur noch mit freien Tieren zu züchten. Im Januar 2006 gab es ein Symposium in England zu dieser Frage. Das Institut sprach sich gegen ein Zuchtverbot der Träger wegen der Reduktion des Genpools aus, stattdessen für Tests und Kombination der Elterntiere entsprechend den Ergebnissen wie folgt:
    • Clear (frei)
    • Carrier (Träger)
    • Affected (Betroffen)

    Kombination
    Ergebnis
    Zucht
    frei x frei
    alle Welpen frei
    JA
    frei x Träger
    50% der Welpen frei
    - 50% der Welpen Träger
    JA
    frei x Betroffen
    alle Welpen Träger
    JA
    Träger x Träger
    25% der Welpen frei
    - 25% der Welpen Betroffen
    - 50% der Welpen Träger
    NEIN
    Träger x Betroffen
    50% der Welpen Betroffen
    - 50% der Welpen Träger
    NEIN
    Betroffen x Betroffen
    alle Welpen Betroffen
    NEIN

     

    Hereditary Cataract (HC, Erblicher Katarakt)
    Der Katarakt gehört beim Hund zu den häufigsten Krankheiten des Auges, die das Sehen des Tieres beeinträchtigen und im fortgeschrittenen Stadium zu einer völligen Erblindung führen können. Eine Operation ist zwar möglich (Kunstlinse). Da es sich jedoch um eine vererbbare Krankheit handelt sollte mit vorbelasteten Tieren nicht gezüchtet werden.

    Die beiden Tests (Hereditary Catarct und L2HGA) sind derzeit nur in England durchführbar. Das Blut kann Ihr Tierarzt an das Institut senden. Die Kosten für beide Tests betragen 100 £. Im Interesse gesunder STBT sollte jeder verantwortungsvolle Züchter seine Tiere testen lassen.

    Kontakte:
    http: /www.aht.org.uk
    vikki.lett.@aht.org.uk